TZ Brodarica – KrapanjTZ Brodarica – Krapanj
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GESCHICHTE

Brodarica

Brodarica ist ein junger Ort in der Nähe von Šibenik in dem die meisten Bewohner im Tourismus tätig sind. Brodarica verfügt über zahlreiche Privatapartments und einige Ferienhäuser mit Pool, Camping-Anlagen und Pensionen. Am 4 km langen Strand finden Sie Kiesstrände, Supermärkte, Restaurants und Kaffee Bars sowie eine Strandpromenade. Brodarica ist 300 m von der kleinen Insel Krapanj entfernt. Dieser ist eigentlich der historische Mittelpunkt von diesen zwei durch das Meer geteilten, jedoch unzertrennlichen, Orten.

Krapanj

Krapanj ist die niedrigste und kleinste bewohnte Insel an der Adria. Die maximale Höhe über dem Meeresspiegel übersteigt nicht 1,25 m. Die Insel ist 300 m vom Festland entfernt. In den 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts war die Insel mit 1500 Bewohnern die am dichtesten bewohnte Insel an der Adria. Krapanj hat eine Fläche die kleiner ist als ein halber Quadratkilometer. Heute leben ca. 200 Bewohner auf Krapanj. Krapanj ist eine Insel mit hundertjähriger Taucher-, Schwammtaucher- und Fischfangtradition.

Krapanj, bez. das Zentrum Krapanjs besteht überwiegend aus Steinhäusern, die eine Vernetzung von Steinstraßen bilden, was für die dalmatinische Region typisch ist. Aus diesem Netz stechen besonders der Pinienwald und das Kloster des hl. Kreuzes hervor, in dessen Museum zahlreiche Exponate, die vom Leben der Bewohner Krapanjs in vergangenen Zeiten zeugen, aufbewahrt werden.

Die Insel Krapanj gehörte zum Šibeniker Kapitol und wurde im Jahr 1436 an Toma Jurić verkauft, einem Noblen aus Šibenik, Nachfahren der Familie Šubić von Bribir. Im selben Jahr beginnt der Eigentümer der Insel Toma Jurić mit dem Bau der Kapelle nach Genehmigung des Papstes Eugen IV. In seinem Testament bestimmt Toma Jurić, dass die Franziskaner Krapanj erben. Das Kloster auf der Insel Krapanj wurde parallel mit der Kirche von 1446 bis 1626 gebaut (die Kirche wurde am 5.5.1523 geweiht). Das Kloster wurde erweitert und es wurde ein Brunnen im Stil der späten Renaissance gebaut. Das Kloster wurde für die Bedürfnisse der bosnischen Pfarrei gebaut. Im Essraum befindet sich das Gemälde Letztes Abendmahl von Francesco Santacroce (1511 – 1584). Die Klosterbibliothek enthält 23 Inkunabeln. In der Kirche befinden sich Gemälde der Gottesmutter mit Jesus, von der Sienna Schule und des hl. Kreuzes aus Olivenholz, welches im Jahr 1523 aus dem Heiligen Land gebracht wurde. Es wird auch dem Geistlichen von Split, Juraj Petrović, zugeschrieben. Der Leib Christi ähnelt dem aus Badia und Pridvorje. Die Kirche wurde am 5. Mai 1523 mit dem Namen des hl. Kreuzes geweiht. Dem Kloster wurde später ab 1652 eine Pfarrgemeinde anvertraut.

Besiedlung

Obwohl die Insel nicht besiedelt und das Land weder verkauft noch geschenkt werden durfte, begann die Besiedlung von Krapanj als eine Folge türkischer Eindränge und mit der Flucht der Bewohner in sichere Gebiete, unter anderem auch auf Inseln. Bereits um das Jahr 1500 gab es auf Krapanj ca. 200 Dorfhäuser. Die Türken konnten niemals Fuß auf Krapanj setzen. Sogar heute wird erzählt wie sie im Kanal zwischen Krapanj und dem Festland abgewiesen und versunken wurden. Zur Verteidigung der Insel sind häufig auch die Franziskaner in Gefahr geraten, sie gingen sogar an die Front der bewaffneten Verteidigung wie beispielsweise im Jahr 1652 Pater Petar Musalić.

Da die Insel keine Quellen trinkbaren Wassers, keine Wiesen und Ackerland hatte um eine normales Leben zu gewährleisten, begannen die Neuankömmlinge sehr schnell sich dem Meer zu wenden und vom Meer zu leben. Die Insel hatte reiche Olivengärten, so steht in einer Straße das Portal der Ölmühle des hl. Lorenz aus dem Jahr 1584, die vor einigen Jahren renoviert wurde und als eine Museumsgalerie dient.

Während dieser Jahrhunderte haben die Venezianer die Insel beherrscht. Sie duldeten keine Anhänger anderer Staaten, so wurde auf ihrem Gebiet der Aufenthalt von Franziskanern aus Gebieten die unter türkischer Herrschaft standen, verboten. Aus diesem Grund kam das Kloster unter die dalmatinische Provinz des hl. Hieronymus. Im Jahr 1811 wurde auf der Insel die Grundschule (die auch heute noch auf der Insel aktiv ist) gegründet, die im Klosterlehrraum arbeitete. Sie wurde von Pater Ante Vilica gegründet. Sie war bis 1888 tätig, dann wurde sie durch die regionale Grundschule ersetzt.

Kriegsleiden

Die Insel wurde im Zweiten Weltkrieg schwer von den Četniks betroffen. Heute steht im Ort eine Gedenktafel „An diesem Ort haben am 26.V. 1944die Četniks den Vorsitzende des örtlichen Komitees von Krapanj, Šime Tanfara, getötet.” Als die Četniks vom Festland aus auf die Insel kamen, haben sie im Mai 1944 ihren blutigen Verbrecherwahnsinn begonnen. Mitte 1944 spähten sie Angst und Tod, mordeten und plünderten, sogar auf den kleinsten Inseln Šibeniks. Die Opfer ihrer Verbrechen ruhen auf dem Friedhof von Krapanj, unterhalb des Kreuzes aus Stein aus dem Jahr 1678.

Die Inselbewohner erlitten schwere Verluste auch nach dem Krieg. Das kommunistische Regime vertrieb die Inselbewohner in alle Weltrichtungen. Bereits im Jahr 1951 begann die Jugend von Krapanj nach Italien zu flüchten. Im Jahr 1959 bekam die Insel Strom und im Jahr 1964 auch Wasser. Aber die Flucht aus dem damaligen Jugo-Regime setzte sich fort. Die jungen Männer ruderten in der Nacht nach Italien. Einige von ihnen schafften es; andere ertranken in den Tiefen des Meeres, während einige erwischt und als Staatsfeinde des kommunistischen Regimes verurteilt wurden. Die meisten Bewohner sind auf der ganzen Welt verstreut, besonders in Australien, Kanada, USA und in Europa.

Erneuerung der Infrastruktur

Ab der zweiten Hälfte des 20. Jhd. wurden große Infrastrukturarbeiten auf der Insel durchgeführt, die den Bewohnern das Leben erleichtert haben – neben dem Strom, kam 1963-1964 auch fließendes Wasser auf die Insel und von 1967 bis 1972 wurden die Straßen der Insel Krapanj betoniert und asphaltiert.